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Gott ist am Werk

Nach einem erlebnisreichen und erholsamen Urlaub mit meiner Schwester bin ich nun wieder zurück im Dorf und voller Vorfreude auf alles was vor mir liegt. Gott war am Werk in den vergangenen Wochen und viele Herzen wurden von der Guten Nachricht berührt. Wir sind überwältigt!




Der Herr der Herren

Dann stellte sich Salomo mit erhobenen Händen vor den Altar des HERRN, und die ganze Versammlung Israels blickte auf ihn. [...] Darauf stand er vor der ganzen Versammlung, kniete nieder, hob seine Hände zum Himmel und betete: »HERR, Gott Israels [...] « 2. Chronik 6,13-14 (NLB)

Kannst du dir das vorstellen? Das ganze Land kommt zusammen um ein neues Gebäude, den Tempel Gottes, einzuweihen. Alle Augen sind auf den König gerichtet und dann das … der König kniet nieder vor Gott. Der mächtigste Mann Israels, der Herrscher über alle, der Eine vor dem sich jeder verneigen muss kniet sich selbst hin vor Gott. Er zeigt wer wirklich Herr über alle Herren ist, König über alle Könige. Was für ein Bild das gewesen sein muss. Millionen von Menschen versammeln sich und sehen wie ihr König zu Gott betet. Wie unfassbar genial wäre es wie der Anführer unseres Dorfes alle auf einem Platz versammelt und sich dann vor Gott niederkniet, um zu beten. Oder ein Oberhaupt unserer westlichen Länder. Was würde das mit einer Nation machen?



Gott ist am Werk

Wir sind alle überwältigt von Gottes Wirken in den letzten paar Wochen. Ein Mann in meinem Dorf hat sein Leben Jesus gegeben und das am Sonntag öffentlich in der Gemeinde geteilt. Er hat über Jahre hinweg von Gott gehört und nach vielen kleinen Schritte hin zu Gott hat er endlich die Entscheidung fest gemacht. Wir sind so glücklich! In einem anderen Dorf leitet ein lokaler Christ (der vor ein paar Jahren zum Glauben kam) eine Bibelarbeit mit ein paar Jugendlichen. Jetzt sind einige von ihnen zum Glauben gekommen und wollen sich taufen lassen. In wiederum einem anderen Dorf haben wir den Jesusfilm gezeigt, woraufhin wir jetzt viele Anfragen bekommen, ihnen zu helfen, einen Sonntagsgottesdienst zu starten. Und auch sonst kommen immer mehr Menschen Sonntags in den Gottesdienst und unter der Woche zu den Bibelarbeiten.

Es ist so genial Gottes Wirken zu sehen, aber dazu waren viele Jahre des Beziehungen Bauens notwendig, in denen eher weniger Wachstum zu sehen war. Bitte betet für unsere Gegend, dass das Momentum anhält und mehr Menschen ihr Leben Jesus geben.




Meine Rolle in all dem

Ich habe in den vergangenen Tagen nachgedacht was meine Rolle in diesem Team ist. Wie viele von euch bereits wissen werde ich nicht all zu lange in Lopit bleiben, da ich im Juni zur Vorbereitung unserer Hochzeit den Südsudan verlassen werde. Das bedeutet, dass mir noch 7 Monate hier bleiben. Dazu kommt, dass ich noch nicht die nötigen Sprachkenntnisse habe, um voll mitzuarbeiten und neue Dinge zu starten. Meine Frage war also, wie ich das meiste aus dieser Zeit machen kann. Hier sind die 5 Bereiche, auf die ich mich fokussieren will:


1. Geschichten festhalten. Da Gott am Werken war und ist, gibt es viele bewegende Geschichten, um Christen im Südsudan, als auch im Westen zu ermutigen, die aber auch gleichzeitig ein gutes Mittel sind, neue Missionare für den Südsudan zu gewinnen. Da ich ja ursprünglich als Geschichten-Erzähler, Fotograf und Videograf herkam, will ich diese Gabe nutzen und Geschichten festhalten, die ein Segen für viele sein können.

2. Studium. Da ich nie Theologie studiert habe und nur ein Kurzzeitbibelschulprogramm und ein paar Seminare mitgemacht habe, fehlt mir einiges an theologischem Wissen. Das heißt, dass ich einige Bücher lese (über Kirchengeschichte und Glaubenslehre) und am Onlinekurs “Perspectives” teilnehme. Perspectives ist ein 4 Monate langes Kurzstudium über Mission mit einer Vielzahl verschiedener Themen. Ich freue mich schon sehr auf den Start nächste Woche.

3. Sprache. Wie bereits gesagt bin ich sehr weit weg davon Lopit zu sprechen und will mich auch darauf fokussieren. Es ist einfach mich auf meinem Juba-Arabisch auszuruhen, da viele das auch verstehen, aber ich muss bewusst zuhören und auch Lopit sprechen, denn das ist die Herzenssprache der Menschen hier.

4. Lesen üben. Sonntags im Gottesdienst liest immer einer der Jugendlichen den Bibeltext, doch sie können noch nicht flüssig lesen. Und so treffe ich mich jeden Samstag und teilweise unter der Woche mit ihnen. Wir gehen zusammen durch den Text, wechseln uns ab im Lesen, ich erkläre ihnen die Worte, die sie nicht verstehen und übe mit ihnen Aussprache und Lesefähigkeiten. Es ist so cool Fortschritte zu sehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst die Bibel zu lesen und zu studieren.

5. Lokalgemeinde. Wir haben zur Zeit Gottesdienste in 3 Dörfern und starten mit einem weiteren diese Woche. Ich will mich so gut es geht einbringen, was heißt, dass ich mich abwechsle und Sonntags zu unterschiedlichen Dörfern gehe, die Bibelarbeiten leite (mit Übersetzer), im Lobpreis und Gebet helfe und generell unsere Brüder und Schwestern ermutige.


Wie geht's weiter?

Ich werde die nächsten Monate im Dorf sein und mich auf die 5 Bereiche konzentrieren und in einen guten Rhythmus kommen. Doch es wird auch freie Zeiten geben, in denen ich Beziehungen baue, aufs Feld gehe und ihnen helfe beim Hausbau. Dorfleben kann echt genial sein! Da Maam und ich im August nächstes Jahr heiraten werden, schauen wir zur Zeit, wo es für uns danach zusammen hingeht. Ich werde euch, sobald es was konkretes gibt, informieren. Wir würden uns freuen, wenn ihr für uns betet.


Matze

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Bleib auf dem Laufenden!

Betet für:

Dank:

- Dass ich meine Zeitschrift fertig machen und drucken durfte. Ich bekam schon viel gutes Feedback.

- Wie Gott seine Gemeinde unter den Lopit baut–für geistliches Wachstum, neue Bibelarbeiten und unsere Kinderstunde.

- Dass ich wieder fit bin und viel körperlich Arbeiten darf.

- Für gute Ideen im Bereich Medien und eine starke Vision.

Bitte:

- Für die Lopit. Obwohlk die Gemeinden wachsen, der Weg ist weit, die Arbeiter sind wenige und die kulturellen Anfeindungen sind stark.

- Für mehr Arbeiter, die uns in unserer Arbeit unterstützen–egal ob Einheimische oder Ausländer.

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